Zum Inhalt springen

Fokus schlägt Breite

Digitalstrategie und Website-Konzept, bevor jemand Pixel schiebt

Kurze Antwort für Eilige und Maschinen

Eine Digitalstrategie legt fest, was dein Projekt erreichen soll und woran du den Erfolg misst. Im Konzept übersetze ich das in Seitenstruktur, Inhalte, Nicht-Ziele und einen klickbaren Prototyp, bevor jemand gestaltet oder programmiert. Das Design verantworte ich in den meisten Fällen selbst, und die Umsetzung leite ich auf Wunsch weiter.

Erst das Ziel, dann das Angebot

Viele Digitalprojekte starten mit einer Lösung: neue Website, neuer Shop, ein KI-Werkzeug. Ich starte mit der Frage davor. Bevor jemand ein Angebot schreibt, kläre ich mit dir Ziel, Leitmessgröße und Umfang. Sonst rechnet jede Agentur ihre eigene Vermutung, und du vergleichst am Ende drei Preise für drei verschiedene Projekte.

Am Ende steht ein Konzept, durch das du dich klickst, und eine Liste von Entscheidungen mit Begründung. Die Gestaltung mache ich meistens gleich selbst, Nutzerführung und Barrierefreiheit eingeschlossen. Zwischen Konzept und Design liegt dann keine Übergabe, in der die Begründungen verloren gehen. Die Pixel aus der Überschrift schiebe ich danach also meist selbst, nur nicht vorher.

Was ich nicht mache: Strategie als Selbstzweck. Jede Empfehlung muss in einen Schritt münden, den jemand umsetzen kann, mit mir, mit meiner Crew bei clickpuls (externer Link) oder mit deiner Agentur.

Woran du merkst, dass Strategie und Konzept fehlen

  • Du hast Angebote von Agenturen, die sich nicht vergleichen lassen, weil jede etwas anderes verstanden hat.
  • Die neue Website soll „moderner“ werden. Was das heißt, weiß niemand, und gestalten lässt es sich so auch nicht.
  • Alle wollen alles: mehr Zielgruppen, mehr Seiten, mehr Sprachen.
  • Die Annahme über deinen Markt stammt aus dem Bauch, nicht aus Daten.
  • Das Feedback zum Design klingt nach „zu weich“, „zu kalt“ oder „irgendwie nicht wir“.
  • Ob deine Seite mit Tastatur, Screenreader oder schwachen Augen bedienbar ist, hat noch niemand geprüft.

Vom Wunsch zur Struktur

Am Anfang wird aus einem Wunsch ein Ziel und aus dem Ziel eine Struktur. So lief das im August 2026 bei einem Erfinder, für den ich Strategie, Workshop, Konzept und die Designführung verantwortet habe:

  1. Vermessen. Website, Suchdaten, Mitbewerber. Beim Erfinder habe ich 5 Wettbewerber vermessen.
  2. Workshop mit Minutenplan. Der unbequeme Befund kommt früh, solange die Aufmerksamkeit hoch ist. In Minute 10: Seine Nische hatte 10 Suchanfragen im Monat, die Alltagsanwendung daneben 5.400. In Minute 95 stand die neue Seitenstruktur, live am Bildschirm beschlossen.
  3. Am selben Tag: das Begleitdokument. Der Workshop begann um 12:49. Um 17:07 lag das Begleitdokument fertig vor, mit 14 Entscheidungen und 10 To-dos.
  4. These und Leitmessgröße. Ich formuliere eine These, die oft mit „Das Problem ist nicht …“ beginnt, und eine Zahl, an der sich alles Weitere messen lässt.
  5. Ein Fragenkatalog, der Zeit spart. Nur Fragen, die allein du beantworten kannst. Beim Erfinder waren es 71 Fragen in 13 Blöcken, als Bausteine statt Aufsätze, weil er wenig Zeit hatte.
  6. Zum Schluss: Seitenarchitektur und Design-Briefing. Das Briefing hat ein Anti-Briefing: was die Seite sein soll und was ausdrücklich nicht. Dazu Prüffragen wie: Ist der neue Entwurf einfacher geworden als der letzte, nicht komplexer?

Vom Konzept zum Prototyp und zur Übergabe

Rollen statt Entweder-oder

Der Erfinder wollte seine Nische, die Daten zeigten den Alltag. Statt eines Entweder-oder habe ich ein Rollenmodell gebaut: Die Nische bringt Glaubwürdigkeit, der Alltag bringt den Traffic. Er hat seine Geschichte behalten und recht bekommen, wo er recht hatte. Fokus schlägt Breite, aber Fokus heißt nicht, die Hälfte wegzuwerfen.

Prototyp statt Bild einer Website

Du klickst dich durch die echte Seite, nicht durch ein Bild davon. Für die Startseite des Erfinders entstanden 52 Entwürfe in 15 Runden. Als er einen davon zu weich fand, habe ich nachgefragt statt nachzubessern und über drei Härtegrade zur Fassung 2 gesteuert. Das Designsystem steht heute in Version 1.3, die Shop-Stufe ist beauftragt. Live ist die Seite noch nicht.

Barrierefreiheit als Grund, nicht als Zusatz

Im selben Designsystem habe ich die Barrierefreiheit aus der Zielgruppe begründet: Wer die Seite unterwegs am Handy liest, braucht große Schrift, hohe Kontraste und Tippziele ab 44 px. Sie war damit kein Prüfpunkt am Ende, sie war der Grund für die Gestaltung. Mehr dazu bei Barrierefreie Website.

Empfehlung mit Gegenargument

Varianten bekommst du immer mit Empfehlung und ehrlichem Gegenargument, und das Gegenargument gilt auch für meine eigene Empfehlung. Ein Industrie-Distributor wollte für seinen Domainumzug sechs Länderverzeichnisse, gebaut wurde keines, mit drei nummerierten Gründen.

Vorleistung, die bleibt

Für einen Hersteller ultraleichter Wohnkabinen habe ich vier Strategiedokumente und einen neuen Prospekt in 7 bis 8 Versionen geschrieben, bevor es ein Angebot gab. Ein Satz aus meinem Strategiepapier stand neun Wochen später in der Stimme des Kunden auf dessen Website, die seit August 2026 live ist. Im Impressum stehen digital bohemian und clickpuls für Konzept, Design und Entwicklung. Das ist für mich der Test für Strategie: ob sie jemand anderer in eigenen Worten weitererzählt.

10 gegen 5.400
Suchanfragen im Monat: die Nische eines Erfinders gegen die Alltagsanwendung daneben.
Minute 10 und Minute 95
Befund und beschlossene Seitenstruktur im selben Workshop.
52 Entwürfe in 15 Runden
für eine einzige Startseite.

Was am Ende steht

Mathias Ziehengraser, der Strategie und Konzept für dein Projekt erarbeitet, denkt mit der Hand am Bart nach, der Blick geht nach rechts aus dem Bild.
  • Ein Strategiepapier mit These, Leitmessgröße, Prioritäten von P0 bis P3 und Nicht-Zielen.
  • Eine Seitenarchitektur mit Begründung für jede Seite.
  • Ein klickbarer Prototyp und ein Designsystem, in dem Kontrast, Schriftgröße und Tippziele festgelegt sind.
  • Ein Design-Briefing mit Anti-Briefing für das Team, das umsetzt.
  • Ein Entscheidungslog, damit niemand dieselbe Frage zweimal diskutiert.
  • Alles gehört dir: „Der Prototyp gehört euch, unabhängig davon, wie es danach weitergeht.“

Danach kannst du mit mir weitermachen, mit clickpuls oder mit einer anderen Agentur. Das Konzept trägt, egal wer baut.

Wer aus der Crew dazukommt

Strategie und Konzept verantworte ich selbst, das Design in den meisten Fällen auch. Aus dem Netzwerk der Wiener Agentur clickpuls kommen dazu:

  • David Gerd Ogris, Creative Director, wenn aus dem Konzept ein Markenauftritt mit neuer Wirkung werden soll.
  • Martin Ogris, Technik und KI, wenn früh geprüft werden muss, ob das Konzept technisch trägt. Beim Erfinder kamen Vertrieb und Technik-Argumente von ihm.
  • Spezialisten für Design und Content aus dem Netzwerk, wenn das Projekt mehr Hände braucht, als ich habe, mit Namen und deinem Einverständnis.

Nach zehn Minuten im Workshop hat er mir gezeigt, dass meinen Markt bei Google kaum wer sucht. Das hat gesessen. Meine Geschichte ist trotzdem drin geblieben, sie hat jetzt nur eine andere Aufgabe.

Erfinder, patentiertes Produkt

Dein Projekt, bevor es eines ist

Du musst kein fertiges Briefing mitbringen. Ein Satz, was nicht funktioniert, reicht für den Anfang. Wenn du schon weißt, dass es auf einen Relaunch hinausläuft, hilft dir der Ratgeber Website-Relaunch: Projektplan.

Erstgespräch zu Strategie und Konzept

Häufige Fragen

Was kommt am Ende einer Digitalstrategie heraus?

Eine These, was das Projekt lösen soll, eine Leitmessgröße, Prioritäten von P0 bis P3, Nicht-Ziele und ein Phasenplan mit Ausstiegspunkten. Bei mir passt das auf wenige Seiten, mit Entscheidungen statt Absichtserklärungen. Daran lassen sich Angebote vergleichen und Umsetzungen steuern.

Wie lange dauert eine Website-Konzeption?

Das hängt an Umfang und Entscheidungswegen. Ein Workshop mit Befund und Seitenstruktur passt in einen Nachmittag: Bei einem Erfinder begann er um 12:49, um 17:07 lag das Begleitdokument mit 14 Entscheidungen vor. Fünf Prototyp-Richtungen für einen Hersteller entstanden in rund zehn Tagen.

Was, wenn die Umsetzung eine andere Agentur macht?

Dann übergebe ich Konzept, Prototyp, Designsystem und Briefing an sie. Alles gehört dir, unabhängig davon, wer baut. Auf Wunsch begleite ich die Umsetzung als Projektleiter weiter und prüfe, ob gebaut wird, was beschlossen wurde.

Gestaltest du auch selbst?

In den meisten Fällen ja. Aus dem Konzept wird bei mir ein Designsystem mit Farben, Schriften und Bausteinen, Kontrast und Bedienbarkeit eingeschlossen. Für die Startseite eines Erfinders waren es 52 Entwürfe in 15 Runden. Für eine neue Markenwirkung kommt David Gerd Ogris dazu.

Was ist der Unterschied zwischen Strategie und Konzept?

Die Strategie beantwortet, warum und wofür: Ziel, Zielgruppe, Leitmessgröße, Prioritäten. Das Konzept beantwortet, wie: Seitenstruktur, Inhalte, Funktionen, Gestaltungsrichtung. Ein Konzept ohne Strategie wird zur Geschmacksfrage, eine Strategie ohne Konzept bleibt ein Dokument.

Stand Geschrieben von